Gedanken zum Advent 2009
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 09. Dezember 2009 um 15:00 Uhr Geschrieben von: Clemens August Holtermann
„Lasst uns nach Betlehem gehen!“ -so lautet das Thema der Adventszeit in unseren Gemeinden. Hirtenfiguren vor den Altären erinnern uns daran.
Weihnachten feiern wir Geburtstag. Wie bei jedem Geburtstag erinnern wir uns, wie es damals war und fragen oder werden befragt nach der Zukunft. Die Adventszeit macht deutlich, dass es an Weihnachten vor allem um unsere Zukunft geht.
Im Tagesgebet des ersten Adventssonntags heißt es: „Hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit Christus entgegengehen und uns durch Taten der Liebe auf seine Ankunft vorbereiten, damit wir den Platz zu seiner Rechten erhalten, wenn er wiederkommt in Herrlichkeit..“ - Dieses Gebet entspricht genau den Aussagen der drei biblischen Texte des ersten Advents!
Wir erinnern uns, dass den Hirten als ersten die Bedeutung der Geburt Jesu verkündet wurde: Von Gott her ist der Erlöser, der Retter, der Befreier geboren. Wenn Menschen diesem Gott die Ehre geben, werden sie Frieden finden in ihrem Innern und für die Welt. Frieden für die Welt gibt es aber nur mit den Armen und mit den Kindern.
Wir erinnern uns, dass der Engel den Hirten die Frohe Botschaft mitten in ihre Arbeitszeit hinein brachte: „Sie hielten Nachtwache bei ihrer Herde.“ Sie übten einen Beruf aus wie TaxifahrerInnen, HausmeisterInnen, Eltern und andere. Es sind Berufe, die Wachsamkeit und Achtsamkeit erfordern, immer auf Überraschungen gefasst, böse und schöne Überraschungen.
Wir heute meinen oft, wir müssten gerade im Advent zur Ruhe kommen, um abzuschalten. Das soll auch manchmal sein und tut gut. Vielleicht sollten wir aber auch zur Ruhe kommen, um uns zu besinnen darauf, wo und wie Gott zu uns im Alltag spricht und gesprochen hat. Oft versteht man es ja erst nachher!
Im Gotteslob unter der Nr. 4,2 steht ein passendes Gebet: Gott spricht zu uns in der Hl. Schrift, in der Verkündigung der Kirche und „auch durch Menschen, die mir begegnen, und durch Ereignisse, die mir widerfahren. Hilf mir, dich in allem zu finden und immer mehr aus dem Glauben zu leben“
Ist das nicht auch das Anliegen der Lebensbetrachtung? Eine adventliche, weihnachtliche Sache!
„Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten.“
Einen guten Weg nach Betlehem auch durch das Jahr 2010 wünscht euch und euren Weggefährten
Clemens-August Holtermann
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